Naturforschende Gesellschaft in Basel
Seit 1817 im Dienste von Natur & Wissenschaft

Hören unter der Erde – schlecht oder einfach nur anders?

Der unterirdische Lebensraum weist viele Besonderheiten auf und etliche Säugetiere haben sich an ein dauerhaftes Leben unter Tage optimal angepasst. Zwar bieten die selbstgegrabenen Gänge einige Vorteile, doch ist die Sinneswelt unter der Erde sehr beschränkt. Besonders der Luftschall scheint durch das Substrat stark abgedämpft zu werden, so dass die Vermutung nahe liegt, dass der Hörsinn bei den unterirdisch lebenden Bewohnern von untergeordneter Bedeutung sei. Hier werden wir uns näher mit dem Aufbau des Ohres afrikanischer Graumulle beschäftigen und der Frage nachgehen, welche Rolle das Hören und die akustische Kommunikation im Leben dieser Tiere spielt.