Naturforschende Gesellschaft in Basel
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Formenvielfalt im Tierreich - Welche entwicklungsbiologischen Mechanismen liegen ihr zugrunde?

Jeder Zoobesuch oder Dokumentarfilm zeigt uns immer wieder eindrücklich die immense Formenvielfalt im Reich der Tiere auf. Forschungsergebnisse der letzten Jahre offenbaren jedoch: dieser Diversität liegt ein erstaunlich begrenzter „Bausatz“ von Genen und Zelltypen zugrunde, selbst in evolutionär weit entfernten Tierarten. Wie also entsteht diese morphologische Vielfalt, wenn der „Bastler Evolution“ sowohl genetisch, wie auch zellbiologisch derart eingeschränkt ist? Am Beispiel der Skelett-Entwicklung der Wirbeltiere werden in diesem Vortrag entwicklungsbiologische Mechanismen vorgestellt, die eine Erklärung für dieses Paradoxon bieten – wie durch ein gezieltes Wann und Wo einer begrenzten Anzahl „Bausteine“ Formenvielfalt im Tierreich entstehen kann....ein regelrechtes ‚genomisches und zelluläres Multitasking’also!