Naturforschende Gesellschaft in Basel
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Archaeogenetik - die Europäer im Spiegel ihrer DNS

Der Übergang zum sesshaften Leben mit Ackerbau und Viehzucht im Nahen Osten vor ca. 12.000 Jahren stellte die Menschen der damaligen Zeit vor zahlreiche fundamentale Herausforderungen. Bereits als Jäger und Sammler hatte sich der Mensch aus seiner Ursprungsregion in Afrika zu einem Global Player entwickelt. Doch erst der produzierende Lebensstil der Jungsteinzeit führte zu einem zuvor nie dagewesenen Bevölkerungsanstieg. In Verbindung mit klimatischen Veränderungen machten es diese Umstände notwendig, dass die frühen Bauern auf der Suche nach fruchtbaren Landschaften vom Nahen Osten her über verschiedene Routen nach Europa migrierten. Die damit verbundene Besiedlungs- und Bevölkerungsgeschichte Europas wurde in den letzten Jahren vor allem molekulargenetisch nachgezeichnet und soll im Mittelpunkt des Vortrags stehen.